Wer am Samstag mit kurzem Leibchen im sonnigen Wien unterwegs war, konnte sich wohl kaum vorstellen, dass tags darauf eine gute Autostunde entfernt die Schi- und Snowboardmeisterschaften des ÖTB Wien stattfinden sollten, und tatsächlich war am 1. März, bekanntlich der Tag des meteorologischen Frühlingsbeginns von Winter auch in den niederösterreichischen Alpen keine Rede mehr. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen im Bereich von zehn Grad plus erwarteten die Turnerinnen und Turner, die sich dennoch unverdrossen ins Schigebiet Annaberg begeben hatten.
Wer da mit batzwachem Nassschnee gerechnet hatte, sah sich darin auf praktisch allen Pisten bestätigt – nur nicht auf dem Hang, auf dem der Riesentorlauf gesteckt wurde. Dort erwartetet uns eine kompakte, harte Strecke, die auch für die Nicht-Profis perfekt zu fahren war. Und tatsächlich wurde es dann ein Rennen ohne einen einzigen Aus- oder Unfall, selbst die Kleinsten kamen allesamt (wenn auch mache mit „kreativer“ Streckenwahl) unbeschadet ins Ziel.
Der schnellen Strecke und den ausgezeichneten Bedingungen geschuldet, war das Rennen dann auch ausgesprochen spannend. So lagen etwa bei den erwachsenen Turnern die ersten sechs innerhalb einer Sekunde und in vielen Altersklassen war der Kampf um die Stockerlplätze geradezu ein Hundertstelkrimi. Ein wenig absetzen konnte sich da nur der Tagessschnellste, Gerald Mauer vom TV Seestadt, während bei den Turnerinnen zum wahrscheinlich mindestens 20. Mal unsere Schiwartin Elisabeth Peter-Dobler die Bestzeit markierte und dabei die noch jüngere Konkurrenz vergleichsweise knapp in die Schranken wies.
Nach den offiziellen Meisterschaften folgte noch das mit mindestens ebenso großem Ehrgeiz ausgetragene Parallelrennen, dieses allerdings tatsächlich im tiefen Sulz. Und es zeigte sich, dass die Besten dann eben doch unabhängig davon, wie die Piste aussieht, die Nase vorne haben – auch hier gewannen Elisabeth und Gerald die Turnerinnen- bzw. die Turnerklasse.
Sehr erfreulich war, dass heuer der langfristige Abwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen gebrochen werden konnte und trotz etwas schwächerer Beteiligung seitens des ÖTB Niederösterreich wieder etwas mehr Starter verzeichnet wurden. Das Hauptverdienst kommt dabei dem TV Langenzersdorf zu, der am Annaberg sein Familienschiwochenende veranstaltete. Entsprechend stark war Langenzersdorf dann bei den Rennen, die von Vereinsschiwart Thomas Radon auch organisiert worden waren, vertreten,
Fazit: Ein gelungener Abschluss der ÖTB-Schisaison, der bei Frühlingswetter Lust auf den nächsten Winter machte.
Thomay Brey, PHTV
Fotos: PHTV



