Blauer Himmel, fast 30°C und Sonnenschein waren uns in den letzten Tagen des Sommers vergönnt, um die Premiere des 1. Waldturnfestes Glasgraben in Purkersdorf am Rande des Lainzer Tiergarten zu feiern. Anstatt den Wettkampf wie in den vergangenen Jahrzehnten am Bergturnfest Wildegg zu bestreiten, wechselten wir heuer den Ort und verlegten auch den Start auf den frühen samstäglichen Nachmittag, statt der sonst üblichen sonntäglichen Morgenstunden.
Die Wettkampfstätten mit Weitsprunggruben, Laufbahn und Wurfwiesen waren bestens von der Familien Oppitz vorbereitet und warteten nur auf den 1. Wettkampf. Trotz der etwas schwierigeren Anreise über Forststraßen und durch Wildzauntore haben es fast alle zum Antreten um 13:45 geschafft. Umgeben von alten Eichen erklang das gemeinsam gesungene Eröffnungslied und schon kurz darauf starteten die Leichtathletikwettkämpfe. Beim 60m-Lauf, Weitsprung, Kugel stoßen, Heuler-Weitwurf und Schleuderball konnten die rund 80 Starter von Jung bis Junggeblieben ihr Können beweisen.
Nach der Stärkung beim Kuchenbuffet folgte der etwa 1300m lange Geländelauf, welcher in zwei Runden über das gesamte Anwesen führte. Vorbei an Feuerstelle, Schwimmteich und Gerzieltafel wurde den Läufern von allen bis zu persönlichen Bestleistungen angefeuert. Danach gönnte sich der eine oder die andere eine Abkühlung im zuvor erwähnten Teich.
Die Gerzieltafel rückte nicht nur durch den Gerzielwettkampf in den Mittelpunkt des Geschehens, auch der Mannschaftswettkampf startet traditionell mit dieser Disziplin. Mit etwas Glück und Geschick konnten sich die besten 4 Mannschaften zum Standweitsprung qualifizieren. Die Top 3 mussten verschiedene schwere Kugel stoßen und im Finale setzte sich in der Pendelstaffel der TV Sechshaus über die Mannschaft des EWTV durch.
Der letzte Bewerb vor dem Abendessen war die Austragung des deutschen 5. Kampfes. Nach Hoch-Weitsprung, Gerzielwurf, Pendellauf und Hammerwerfen, setzte sich Gerwin Kowarik im Ringkampf souverän gegen den junggebliebenen Dietbert Kowarik als würdiger Sieger durch.
Nach der gemeinsamen Siegerehrung folgte das „Fest“ vom Waldturnfest. Nachdem man den ganzen Tag das am Holzspieß drehende Spanferkel am Grillfeuer beobachten konnte, wie es immer besser und leckerer aussah, war es dann endlich soweit, dass es zum Abendessen aufgeschnitten wurde. Zusammen mit Semmelknödel und Sauerkraut wurde bestens gespeist. Bei Lagerfeuer, kühlen Getränken und gemütlichen Gesprächen mit vielen Ideen für nächstes Jahr klang das 1. Waldturnfest im Glasgraben aus. Natürlich haben sich einige Jugendliche nicht nehmen lassen mit Zelt und Schlafsack inklusive einer Nachtwanderung noch die Nacht Vorort zu verbringen.
Alles in allem war es ein gelungener Auftakt und ein wunderschönes Waldturnfest, welches auch in den nächsten Jahren den Wettkampfkalender des ÖTB Wiens bereichern wird.
Text: Berthold Oppitz, ÖTB-Wien-Obmann











